Geschichte und Aufgaben der Achtmannschaft

                                     

                                                 1956                                 2014

                                               Beide Aufnahmen an gleicher Stelle

 

 

 

 

 

Die Achtmannschaft der -ELLERBEKER BÜTTGILL VUN 1666 E.V.-
Eine Zusammenfassung aus der Chronik zur 333 Jahrfeier im Jahr 1999 und eigene Gedanken

Ursprung / Hintergrund
Erste Jahre
Zur Zeit der Gründung unserer Gilde herrschten offensichtlich raue Sitten. Die Waffen (Dolche, Degen, Gewehre und dergleichen feindtliche Instrumenta) sollten beim Vorstand (3 Älterleute) abgegeben werden. Die Überwachung erfolgte während des Festtages und der einmal im Jahr stattfindenden Versammlung von der „Pfund“ (niederdeutsch: „to punse maken“ d.h. in Ordnung bringen). Später wurde hieraus die Achtmannschaft. Obwohl heute diese aus 8 Gildebrüdern besteht, gibt es zur Zahl 8 keinen Zusammenhang.
Der Ausdruck kommt aus dem Mittelniederdeutschen und bedeutet „acht“, gleich Beratung.
Die 2 Schaffer unterstützten die Älterleute bei dem Ablauf des Festes und traten nach 2 Jahren in die Achtmannschaft über.
Achtmannschaft: „acht“ gleich Beratung; auch „fund“ oder „Pfund“ gleich in Ordnung bringen.


Im Wandel der Zeit
1706-1882
Aufzeichnungen von 1706 und 1719 belegen, dass die „Achtmannschaft“ wohl der eigentlich bestimmende Teil der Gilde war. Die drei Vorsteher der Gilde hatten für die Durchführung zu sorgen. Jedes Jahr musste ein Vorstandsmitglied ausscheiden und wurde durch ein Mitglied der Achtmannschaft ersetzt.
Die erste namentliche Aufstellung einer Achtmannschaft stammt aus dem Jahre 1780.
Den Status der Achtmannschaft verdeutlicht folgender Text:
Das Vorrecht der Achtmannschaft auf einen eigenen Tisch während der Gildefeier wird auch heute noch strikt beachtet. Es ist festgelegt in der Satzung aus dem Jahre 1807, in der es heißt: „Es soll der sogenannten Achtmannschaft ein Tisch gesetzt werden, um ihre Antworten im Fall einer etwaigen Beratschlagung einer Sache vor selbigen einzubringen. Es soll sich aber in ihrer Abwesenheit keiner unterstehen, ihren Platz einzunehmen, sondern selbigen frei und offen lassen bei Strafe von 1 Schilling“.
Am 23. Juli 1882 hielt es die Gilde zur Verbesserung der Organisation der Gildefeste und der weitern Festlichkeiten für notwendig, eine neue Festordnung zu schaffen. Darin ist nun auch zur Unterstützung des Vorstandes die schon als „fund“ bestehende Achtmannschaft verankert, mit der gleichzeitigen Festlegung und Erweiterung ihrer Aufgaben, teilweise bis in die heutige Zeit.

Die Achtmannschaft - HEUTE -
2011
Die Zeiten haben sich etwas geändert. Der Mitgliederzulauf hat z.Z. seinen Höhepunkt deutlich überschritten. Andere Interessen gewinnen die Oberhand. Unsere Gilde hat sicher nicht mehr den Stellenwert, wie zur Zeit unserer Eltern oder gar Großeltern. Die überregionale Vermischung unserer Bevölkerung spielt dabei zusätzlich eine große Rolle. Diese Umstände erfordern eine Anpassung innerhalb der Gilden (auch der Ellerbeker Büttgill v. 1666).
Das vorläufige Ergebnis dieses Wandels bezogen auf die Achtmannschaft folgt..
Die Achtmannschaft besteht aus:
2 Schaffern
8 ehemaligen Schaffern
Die Schaffer werden vom Vorstand bestellt, wobei ein automatischer Wechsel nicht mehr vorgesehen ist. Die Anpassung erfolgt nach Bedarf.
Die Achtmannschaft wird, auch in älteren Schriften, als „Arbeitspferd“ (Arbeitspeer) dargestellt. Ich denke, das trifft den Nagel auf den Kopf.
Heute sieht sich die Achtmannschaft als „Mädchen für alles“. Sie ist für alle zu erledigenden Aufgaben (außerhalb der Bereiche einzelner Vorstandsmitglieder) zuständig und gewissermaßen der „lange Arm des Vorstandes“.
Aus diesem Grund werden in der Achtmannschaft Gildemitglieder gebraucht, die mit dem Herzen dabei sind und gelegentlich persönliche Interessen zurück stellen. Dabei kommt es weniger auf übermäßige körperliche Eignung an, als auf den Willen dabei zu sein.

Horst Reher
März 2011
 

 

      Der Jahrgang 2018

     Schaffer

                Dirk Reichert - Nico Sellmer            

 

      Achtmannschaft

 Dino Geisler -  Dennis Heidukowski  - Sven Petersen - Michael Rühr

  Bernd Rühr - Torsten Ecksmann  - Björn Henningsen - Peter Reulecke

 

 Königsfahne

Marc Heidukowsky -  Rolf Dengler  -  Tim Colmorgen

 

 Lademeister

Hartmut Enoch


Gerätewart
Uwe Kolberg

Karl-Heinz Rühr


Vogelbauer
Claus - Dieter
Lohmann

Waffenwart
Reinhard Müller

Techniker
Volker Strauß
Tim Jürgensen
 

           Leiter der Achtmannschaft :        

    Jens Maywald